Geschichte


2009: 40 Jahre Stiftung zur Förderung der Ernährungsforschung in der Schweiz
Mit über 5 Millionen Franken hat die SFEFS bisher zur Erforschung der Humanernährung in der Schweiz beigetragen. Insgesamt 299 Gesuche sind bewilligt worden und ermöglichten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Ausbildungsvorhaben zu realisieren oder Forschungsprojekte durchzuführen. 1969 wurde die Stiftung unter dem Patronat des Bundesrates H.P. Tschudi und unter der Leitung des Berner Biochemikers Prof. Dr. Hugo Aebi, zusammen mit Vertretern der Schweizer Lebensmittelindustrie sowie Mitgliedern der Eidg. Ernährungskommission, der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung SGE und der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung SVE gegründet. Die SGE und SVE haben sich unterdessen zur neuen Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE zusammengeschlossen.
Der Nischenbereich von Forschung zwischen Grundlagenforschung (gefördert durch Nationalfonds und Universitäten) und angewandter Forschung (hauptsächlich von der Industrie betrieben), gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist ein wichtiges Einsatzgebiet der Stiftung. Die SFEFS finanziert beispielweise kleinere Forschungsvorhaben, übernimmt einen Anteil von Dissertationsprojekten oder vergibt halbjährige oder jährige Stipendien für Aus- oder Weiterbildungsgänge an ausländischen Universitäten.
In nicht wenigen Fällen dürfte diese finanzielle Unterstützung einen Grundstein für die spätere berufliche Karriere der Geförderten bedeutet haben. Von den heutigen Experten und Expertinnen auf dem Gebiet der Humanernährung zählen viele zu Beitragsempfängern und -empfängerinnen der Stiftung.

Durch die SFEFS geförderte Forschung (1969-2009)
Der grösste Teil (45 %) der bisherigen SFEFS-Förderbeiträge wurde für Auslandstipendien bereitgestellt. Vor allem an englischsprachigen Universitäten (UK, US und Australien) fanden die SFEFS-Stipendiaten und -Stipendiatinnen hervorragende Ausbildungsbedingungen. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz bereicherten sie mit den erworbenen Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten die Arbeit an Universitäten, Krankenhäusern, Forschungseinrichtungen oder in der Industrie.
Der Rest der finanziellen Förderung (55 %) wurde für diverse Forschungsvorhaben bewilligt. Zwei Themenkreise treten dabei leicht in den Vordergrund, nimmt man den Anteil am gesamten Fördervolumen der Stiftung als Basis. Es sind dies die Themenkreise 'Krankheit' und jener der 'Mikronährstoffe', in die jeweils rund Fr. 500'000.- in Form von Forschungsgeldern eingebracht wurden.
Forschung ist per se ein äusserst dynamisches Feld, das u.a. von bildungs- und gesellschaftspolitischer Steuerung beeinflusst wird. Nationale Forschungsprogramme legen hier meist über mehrere Jahre die Prioritäten fest. Kleine Weichenstellungen gelangen in der Schweiz indes auch der SFEFS. Sie bewilligte in den vergangenen zehn Jahren (1999-2009) beispielsweise rund ein Sechstel ihrer Förderbeiträge für die Erforschung von Themen zu 'Ernährung und Bewegung' und leistete somit einen beachtlichen Anteil zu diesen hoch aktuellen Forschungsthemen.

Merkmale der Geförderten der letzten zehn Jahre (1999-2009)
Was das Geschlecht, die Landesteile oder die Fachgebiete der Geförderten betrifft, so erweist sich die Vergabepraxis der SFEFS als vergleichsweise ausgewogen. In den vergangenen zehn Jahren gewährte die Stiftung 57 % ihrer Fördermittel an Männer und entsprechend 43 % an Frauen. Dies darf, gemessen an der Geschlechterverteilung in der Wissenschaft, als erfreulich gewertet werden. Auch die verschiedenen Sprachregionen sind bei den Beitragsempfängerinnen und -empfängern angemessen repräsentiert. Zu 82 % kamen die Gelder Personen aus der Deutschschweiz und zu 18 % Personen aus der Westschweiz und dem Tessin zugute. Fachlich stammen zwei Drittel der Geförderten aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, knapp ein Drittel aus der Medizin und wenige aus anderen Disziplinen.

Stiftungsrat und Donatoren
Im Stiftungsrat wirken neben Ernährungsexperten aus den Hochschulen und Mitgliedern der eidgenössischen Ernährungskommission auch Experten und Expertinnen aus der Schweizer Lebensmittelindustrie und -grossverteilern mitgewirkt.

Jubiläumsveranstaltung: 40 Jahre SFEFS
Anlässlich des 40-jähringen Jubiläums der SFEFS wurde unter anderem am 19. Oktober 2009 eine Veranstaltung an der ETH Zürich durchgeführt. Im Zentrum dieses feierlichen Anlasses standen die Vorträge ehemaliger Stipendiaten und Stipendiatinnen.


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